![]() |
Burchell Zebras im Kruger Park su d immer Foto affin. |
![]() |
Nachwuchszeit: Was ist niedlicher als Baby Elefanten? |
Nach wie vor ist es morgens gegen 6 Uhr, als wir mit dem Jeep losfahren, noch recht frisch. Wieder taucht die aufgehende Sonne die Landschaft hier in Afrika in ein unglaublich schönes Licht. Ein Traum. Mit sanftem Schaukeln wühlt sich unser mächtiger Toyota Landcruiser durch die Sandpisten und durch den dichten Busch. Die japanische, Allrad getriebene Motor-Legende hält so gut wie nichts auf. Selbst querliegende Baumstämme werden vom geschluckt. Steile Böschungen oder Aufstiege meistert der Jeep ohne und wenn es sein muss mit Differentialsperre. Das wird uns heute auch noch weiterhelfen, aber dazu später.
Hier im Gebiet Charleston öffnet sich hin und wieder das dichte Buschwerk zu weiten Savannen-Lichtungen. Und mit einem Mal stehen wir vor einer Herde Wasserbüffel. The Buffalo - eines der Big Five animals. Wenn überhaupt werden Jungtiere oder kranke Tiere zum Opfer von Löwen oder Leoparden, aber im Regelfall trauen sich selbst diese kräftigen Wildkatzen selbst im Rudel nur selten an die Wasserbüffel. Im Rudel sind sie super stark, unberechenbar, und man ist selbst gut beraten, die Tiere nie zu reizen. Insbesondere wenn man auf eine kleine Gruppe von drei oder fünf Bullen trifft. Diese greifen ohne Vorwarnung und ganz plötzlich an und ein Koloss von über einer Tonne lässt sich mit Sicherheit nicht aufhalten.
![]() |
Wasserbüffel. Groß, aber auch etwas Furcht einflößend. |
Wir haben die Gelegenheit mit dem Jeep querfeldein vor den Zug zu fahren und uns zu positionieren. Man wartet einfach ab wie sie alle an uns vorbeiziehen. Die gewaltigen Hörner wirken furchteinflößend aber irgendwie erinnern sie dann doch an die Rinder zu Hause. Doch dann drängt Ranger Joe zum Aufbruch weil wir noch Einiges an Strecke vor uns haben, um an einen besonders schönen Aussichtspunkt am Sand River zu gelangen. Fast eine Stunde geht es über Stock und Stein dann erreichen wir ein hochgelegenes Ufer, wo uns, als wir um eine Biegung kommen, eine Herde Zebras erwartet.
Im Krüger Ppark trifft man zumeist auf die Burchell Zebras, eine Gattung,die besonders hübsch ausschaut, und etwa 1,30 Meter Schultermaß aufweist. Diese Tiere sind sehr sehr friedlich und man kann sich ihnen mit dem Jeep sehr gut nähern - solange man keine abrupten Bewegungen macht oder den Motor laut aufheulen lässt. Für Tierfotografen immer ein Spaß, stellen sich die Tiere doch wirklich immer so aus als wollten sie sich porträtieren lassen.
Allerdings wird auch eine schaurige Erinnerung wach, als wir vor Jahren in Botswana mit Einbruch der Dunkelheit von einem Löwenrudel eines dieser prächtigen Tiere direkt vor unserem Jeep in Stücke gerissen wurde (Reiter Okavango oben klicken). Heute bleibt uns das erspart, und wir fahren weiter zur Flusssenke, wo wir eigentlich nur die weite, bezaubernde Landschaft für ein Panorama Foto aufnehmen wollen.
Noch während ich das Stativ in Position bringe – es ist wirklich sehr schön hier –hört man in einiger Entfernung schweres Knacken im Busch. Wie aus dem Nichts tritt plötzlich ein großer Elefantenbulle an die steile Böschung, erkundet die Lage und trabt dann gemächlich den steilen Weg hinunter zum Fluss. Zu unserer großen Freude folgt eine richtig große Elefantenfamilie, mit ihren Neugeborenen. Es ist eine richtige Freude die kleinen beim Trinken zu beobachten. Die kleinen bespritzen sich gegenseitig und schubsen sich im Wasser. Während die Elterntiere den lieben Gott einen guten Mann sein lassen. Nach einer kurzen Pause ziehen sie weiter ans andere Ufer durchwaten den sehr flachen Sand River.